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Piercing Arten und Positionen III

Surface (Oberflächenpiercing): Bei Oberflächenpiercings handelt es sich um Piercings, die an Stellen gestochen werden ,die nicht in die Kategorie der Standardpiercings gehören. Klassische Stellen für Oberflächenpiercings sind: Hals (Madison), Brustbein (Sternum oder Cleavage), Handgelenk (Wrist), vertikale Bridge sowie eine klassische Intimpiercings wie Pubic und Christina. Der Heilungserfolg solcher Piercings ist sehr gering, die meisten dieser Piercings wachsen mit der Zeit heraus und hinterlassen Narben. [Als Schmuck wird entweder PTFE oder ein Surface Bar (Ein Surface Bar ist ein Schmuckstück, das die Form einer Heftklammer hat, d.h. die beiden Enden des Stabes sind in einem Winkel von 90° gebogen.) verwendet.]

Frenulumpiercing/Frenumpiercing: Piercing des Vorhautbändchens (Frenulum) am Penis, ein sehr beliebtes Intimpiercing bei Männern. Es wird etwas unterhalb des Vorhautbändchens gestochen um ein evtl. ausreißen des dünnen Bändchens zu vermeiden. Das Durchstechen der dünnen Haut ist sehr unkompliziert und heilt sehr schnell ab. Es ist als Intimpiercing für Einsteiger sehr zu empfehlen.

Pubicpiercing: Piercing am Schamberg oberhalb des Penis

Ampallang: Durchführung: Ein kleines Loch wird horizontal durch die Eichel gestochen, wobei das Loch durch die Harnröhre oder über ihr entlang führt. Gelegentlich wird auch ein Schaft-Ampallang durchgeführt, der in der Regel unmittelbar unterhalb der Eichel durch den Penisschaft gesetzt wird. Alle diese Piercings werden nach meist lokaler Betäubung durchgeführt. Heildauer: ca. 4-6 Monate oder auch wesentlich länger, je nach Länge des Stichkanals. Pflege während Heildauer: Desinfektion, Salbenverband, Kamillosanbäder, Reinigung mehrmals täglich! Geschichtliches: In den Ländern rund um den Indischen Ozean ist das Ampallang beheimatet. Dort wird es auch noch heute von diesen Bewohnern als Schmuck und Aphrodisiacum getragen. Sinn heute: Starker erotischer und stimulierender Reiz auf den Träger und dessen Sexualpartner.

Apadravya: Der Apadravya wird vertikal (üblicherweise schräg nach vorne) durch die Eichel und Harnröhre gestochen. Im wesentlichen ist der Apadravya eine Kombination von Prinz Albert und umgekehrtem Prinz Albert Piercing. Gelegentlich wird auch - ähnlich wie beim Ampallang - ein Schaft-Apadravya durchgeführt. Wie der Ampallang gehört auch der Apadravya zu den problematischeren Intimpiercings beim Mann.

Apadydoe: Der Apadydoe ist ein Piercing aus Apadravya und Dydoe, welches mit einem gemeinsamen Ring durchstochen wird. Der Apadydoe wird meist paarweise durchgeführt.

Magic Cross: Als Magic Cross wird eine kreuzweise Kombination von einem Ampallang mit einem Apadravya bezeichnet.

Prince Albert (PA): Prinz Albert, auch PA genannt, ist ein Piercing das durch die Harnröhre eintritt und etwa an unteren Ende der Eichel oder tiefer an der Penisunterseite wieder hervortritt. Durchführung: Von der Harnröhre ausgehend wird ein kleines Loch bis zur Unterseite des Penis gestochen. Dies geschieht oft unter lokaler Betäubung. Die Heildauer beträgt ca. 4-6 Wochen. Pflege während Heildauer: Tägliche Kamille- oder Salzwasserbäder. Zur Verwendung von Salben wird nicht geraten, da diese den Stichkanal verkleben können. Vorbeugende Desinfektionen sollten nicht regelmäßig vorgenommen werden. Dehnen: Ein erfolgreich verheiltes Prinz Albert-Piercing wird i.d.R. gedehnt, um den Tragekomfort zu erhöhen. Ab 4mm Drahstärke gilt der Prinz Albert als angenehm -- Stärken bis 10 mm sind jedoch durchaus üblich. Geschichtliches: Eine schöne Geschichte umrankt dieses Piercing. Prinz Albert, der Gemahl der englischen Königin Viktoria, wollte mit dem Ring die Eichel von der Vorhaut zurückhalten, um zu verhindern, dass sich Smegma unter dieser bilden kann. Der Ring wurde angeblich am Hosenknopf befestigt. Sinn heute: Für den Träger und dessen Sexualpartner sehr erotisch und stimulierend.

Reverse Prince Albert (Reverse PA), auch Queen Victoria: Der Reverse PA ist wie der PA ein Piercing, das durch die Harnröhre eintritt, aber auf der Obereite der Eichel wieder hervortritt. Durchführung: Von der Harnröhre ausgehend wird ein kleines Loch bis zur Oberseite der Eichel gestochen. Die Heildauer ist länger als beim PA. Die Pflege aufwändiger als beim PA und eher wie beim Ampallang.

Prince's Wand: Ein Stab, der in die Harnröhre eingeführt wird, und meist durch ein PA-Piercings an Ort und Stelle gehalten wird.

Dolphin: Ein meist gebogenes Piercing-Schmuckstück, welches zwei PA-Piercings miteinander verbindet.

Dydoe: Ein oder mehrere Ringe werden durch der Eichelkranz gestochen. Die Ringe sollten bei diesem relativ seltenen Piercing nicht zu groß sein. Außerdem sollte der Träger einen augeprägten Eichelkranz haben. Dieses Piercing wird meistens bei beschnittenen Männern gesetzt, aber auch unbeschnittene haben die Möglichkeit es zu tragen. Es kann allerdings bei einer eng anliegenden Vorhaut gerade beim Heilungsprozess zu Problemen kommen. Der Dydoe ist im männlichen Intimbereich wohl das schmerzhafteste Piercing. Ganz einfach deshalb weil genau am Eichelrand die meisten Nervenenden liegen.

Oetang oder Vorhautpiercing: Piercing durch die Vorhaut - in Indien auch als Keuschheitsverschluß verwendet

Guiche: Das Guiche Piercing wird durch die Raphe, die Naht zwischen Hodensack und After gestochen wo es die Darmgegend stimuliert. Radfahren bzw. auch sitzen können während der Heilungsphase sehr unangenehm sein.

Hafada: Das Hafada Piercing (auch Scrotal-Piercing) ist ein Intimpiercing des männlichen Hodensacks. Die Ausheilung ist teilweise langwierig, da das Piercing an dieser Stelle kaum zur Ruhe kommt.

Piercing der kleinen/inneren Schamlippen: Piercings der kleinen Schamlippen verheilen schnell, und werden meist nur aus optischen Gründen gesetzt. Gelegentlich werden paarweise Piercings der inneren Schamlippen zum "Verschluß" der Vagina eingesetzt.

Piercing der großen/äußeren Schamlippen: Piercings der äußeren Schamlippen benötigen deutlich mehr Zeit zum Verheilen als Piercings der inneren Schamlippen.


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